33. Grenzstaffellauf auf die Hohe Veitsch – Tipps

In wenigen Tagen steigt der 33. Grenzstaffellauf auf die Hohe Veitsch. Es ist dies wohl einer der ältesten Läufe dieser Art in Ostösterreich und war schon seinerzeit ein Vorläufer des Trailrunnings.

Die Gesamtstrecke mit 54 km und 2000 Höhenmetern eignet sich bestens für Einsteiger in die Ultra Distanz, trotzdem sollte man die Tücken dieser Strecke nicht unterschätzen.
Wer sich nicht über die Gesamtstrecke traut, kann das tun, was der Veranstaltungsname schon vorweg nimmt: in einer Staffel laufen.
Die Gesamtstrecke wird in 3 Teile gegliedert, welche man sowohl zu dritt, als auch zu zweit (2:1 oder 1:2) laufen kann. Der Veranstalter organisiert Transferbusse von und zu den Übergabepunkten.

Die drei Abschnitte lassen sich ganz grob einteilen in:

  • 20 km immer mehr oder weniger locker bergauf bis zum Fuß der Hohen Veitsch
  • 14 km über den Teufelssteig auf die Hohe Veitsch und auf der gegenüberliegenden Seite wieder runter
  • 20 km hügelig/bergab zurück zum Start

Die Strecke ist immer perfekt markiert, verlaufen ist eigentlich nicht möglich. Es gibt reichlich Laben und Verpflegungsstationen (12) – das Event wurde in Zeiten lange vor dem Trailrunning-Boom erfunden, dem entsprechend sind die Verpflegungsstationen so kalkuliert, dass man auch ohne Rucksack (theoretisch) durchkommen kann. Wir empfehlen Laufrucksack und Trinksysteme, auch da sich das Trinken damit bei der angesagten Hitzewelle leichter einteilen lässt.

Ein besonders Anliegen bzw. ein Aufruf an dieser Stelle:

Der Lauf hat 12 Verpflegungsstationen, die Helfer dort sind extrem bemüht und engagiert, und räumen auch brav alle Becher etc. die dann am Ausgang der Station herumliegen wieder weg. Es gibt aber anscheinend jedes Jahr ein paar Läufer, die jeden Respekt gegenüber Natur und Helfern vermissen lassen und den Trinkbecher auf halbem Weg zwischen den Verpflegungsstationen im Wald wegwerfen.
Deshalb der Aufruf an dieser Stelle: solltet ihr einen Läufer, eine Läuferin sehen dem oder der ein solches „Missgeschick“ passiert, dann bitte sofort darauf ansprechen, und erinnern, dass die Becher in die nächste Labestation zu bringen sind.

Renntaktik (breites Mittelfeld)

  • Auf den ersten km durch den Ortsbereich wird meistens los gesprintet als ob es ein 5000 m Rennen wäre – locker einlaufen für die erste Steigung ist da meistens besser, sobald es bergauf geht, sortiert sich das Rennen neu.
  • Wer wenig Bergerfahrung hat: ab einer gewissen Steigung ist gehen effizienter als laufen.
    Konzentriert euch darauf, das Umschalten vom Laufen auf Gehen (und umgekehrt) nicht zu „verpassen“, es kostet Unmengen an Energie.
  • Am Teufelssteig muss man sich nicht umbringen. Die Meereshöhe ist (speziell für Wiener) schon ungewohnt hoch, die Luft wird dünn.
    Ob ich auf der hohen Veitsch 5 Minuten früher oder später ankommt. spielt am Ende keine große Rolle. Wichtiger wäre es, am Ausstieg des Teufelssteigs über das Plateau wieder laufen zu können.
    Es kommen ein paar technisch leicht anspruchsvolle Passagen (verblockte Trails), auf denen man hohe Konzentration und Beweglichkeit benötigt. Das wird schwer, wenn man sich vorher am Teufelssteig vernichtet hat, und das Rennen ist noch lang.
  • Die letzten 20 km (tendenziell bergab) beim Veitscher Grenzstaffellauf sind besonders Hintertückisch.
    30-45 Minuten Zeitunterschied zwischen zwei Läufern welche die ersten 35 km gleich schnell gelaufen sind, sind keine Seltenheit.

    Die Herausforderung liegt in
    • den Bergauf-Stücken
    • den Forststrassen-Downhills
    • in der Hitze

Gute Einteilung und Energie (Zucker) bis zum letzten Meter zuführen sind hier der Schlüssel. Viele glauben, nur weil es am Höhenprofil bergab geht, die Energiezufuhr drosseln zu können.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich die Downhills am Limit laufen will, kann der Puls fast höher werden als beim Anstieg. Wer hier zu wenig Zucker zu führt ist sehr schnell am Hungerast.

Die Wetterprognose für den kommenden Samstag ist sehr gut, einem tollen Event steht nichts im Wege. Anmeldung und Nachmeldung funktionieren auch noch kurzfristig.

Dieser Lauf hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Family-Treff der ganzen Trailrunning-Szene aus dem Osten Österreichs entwickelt. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Treffen mit vielen Freunden und Bekannten.

Version 1.0.1 vom 26.06.2019

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